Patientenverfügung 2017: kostenlos ausfüllen & PDF downloaden

Erstellen Sie Ihre Patientenverfügung mit unserem Formular rechtssicher und einfach. Unsere anwaltlich und ärztlich geprüften Formulare werden Ihre Wünsche sicher umgesetzt. Wichtig ist, dass Sie keine kostenlosen Vordrucke verwenden. Denn solche hat der BGH sowohl 2016 als auch 2017 für ungültig erklärt! Vertrauen Sie PatientenverfügungPlus wie bereits ca. 50.000 User/Monat. Für Ihre Sicherheit von Finanztip getestet und empfohlen.

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Wenn Sie sich informieren möchten haben wir hier alles Wichtige Sie zusammengestellt: Wir erklären einfach und leicht verständlich, was eine Patientenverfügung ist, wieso sie jeder auch benötigt, was zu beachten ist und welche rechtlichen Regelungen es gibt. Natürlich auf dem aktuellen Stand von 2017.

Was ist eine Patientenverfügung - Definition und Inhalt im Überblick

In einer Patientenverfügung definieren Sie, welche medizinischen Behandlungen bei Ihnen vorgenommen oder unterlassen werden sollen. Und zwar für Situationen, in denen Sie Ihren Willen nicht mehr bilden oder verständlich mitteilen können. Solange Sie Ihren Willen noch bilden und äußern können (auch nur durch Kopfnicken) zählt selbstverständlich allein das, was Sie dem Arzt über Ihre gewünschte medizinische Behandlung sagen.

Der Inhalt einer Patientenverfügung besteht aus Ihren Vorstellungen zur medizinischen Behandlung. Es geht darum, welche medizinischen Maßnahmen (z.B. künstliche Beatmung und künstliche Ernährung, Dialyse, Organspende, etc.) Sie wünschen und welche unterbleiben sollen. Zudem legen Sie fest, in welchen Situationen das Dokument gelten soll (z.B. im Koma). Außerdem legen Sie Ihre persönlichen Wertvorstellungen hier nieder, die für Ihre Ärzte sowie Angehörigen als Hilfe und Orientierung dienen. Daher ist auch eine christliche Patientenverfügung möglich, in dem man seine religiösen Überzeugungen einfließen lässt.

Patientenverfügung ist auch lebensbejahend

Es ist wichtig zu wissen, dass eine Patientenverfügung nicht gleichzusetzen ist mit der Ablehnung sämtlicher medizinischer Behandlungen. Sie kann auch eine lebensbejahende Behandlung festlegen und ist deshalb nicht gleichbedeutend mit einer Lebensverkürzung, wie man oft hören kann. So wird es jedoch oft in Gesprächen behauptet oder sogar in Formularen oder formalen juristischen Vorlagen vieler Notare oder Rechtsanwälte gehandhabt. Tatsächlich zeichnet sich eine gute Patientenverfügung wie die von PatientenverfügungPlus dadurch aus, dass sie auf Ihre eigene Lebenssituation angepasst ist und den Freiraum zur Entscheidung über jede einzelne Maßnahme lässt.

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„Ich habe PatientenverfügungPlus gegründet,
um jedem den Zugang zu einer wirksamen und bezahlbaren Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zu ermöglichen.“
Rechtsanwalt Dr. Christian Probst
Gründer von PatientenverfügungPlus
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Was nicht Inhalt ist

Die Verfügung beinhaltet nur medizinische Themen. Regelungen zur rechtlichen Vertretung werden daher in anderen Dokumenten wie der Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung getroffen. Zu diesen Themen haben wir für Sie ausführliche Informationen auf den verlinkten Themenseiten zusammengestellt. Mit PatientenverfügungPlus sind Sie jedoch auf der sicheren Seite: Sie erhalten alle wichtigen Dokumente automatisch und vollständig als Komplettpaket. Mit unserem einfachen Fragebogen werden Sie geführt und können Ihre Patientenverfügung online einfach erstellen. 

Wieso brauche ich eine Patientenverfügung?

Ärzte und Gesundheitsexperten empfehlen eine Patientenverfügung. Denn ohne sie setzen Sie sich einem großen Risiko und vielen Problemen aus. Und außerdem wollen Ihre Angehörigen eine Orientierung, damit sie wissen, was Ihnen wichtig ist und gemacht bzw. nicht gemacht werden soll.

Und was passiert ohne sie?

Wenn Sie keine Patientenverfügung verfassen oder ein unwirksames Dokument besitzen (siehe aktuelle Urteile des BGH), werden Entscheidungen für Sie von anderen Personen allein getroffen – ohne wirklich zu wissen, was Ihnen wichtig ist. Dies ist sehr problematisch. Ohne dieses wichtige Schriftstück lassen Sie wichtige Dinge Ihres Lebens ungeregelt und Ihre Angehörigen (Ehepartner, Lebenspartner, Kinder) hilflos sowie ohne verlässliche Orientierungspunkte allein. Wie sollen Ihre Angehörigen im Ernstfall verbindlich entscheiden und durchsetzen können, was in Ihrem Sinne ist? Stets schweben Ihren Angehörigen dann permanent die Frage nach der jetzt richtigen Entscheidung sowie die Angst vor einer falschen Entscheidung vor Augen. Das ist für einen emotional verbundenen Menschen ein schweres Los.

Ein solches Entscheidungsvakuum vermeiden Sie mit einer Patientenverfügung. Jeder benötigt daher eine. Dass dies richtig und wichtig ist, zeigt die große Anzahl an Personen, die bereits eine Patientenverfügung besitzen.

Ohne Notar wirksam: keine notarielle Beglaubigung oder Bestätigung nötig

Eine formale Bestätigung durch einen Arzt, Anwalt, Notar oder eine andere Vertrauensperson auf der Patientenverfügung als Zeuge über das Vorhandensein des eigenen klaren Willens und Geistes ist nicht erforderlich. Es kann natürlich hilfreich sein, insbesondere um später mögliche Zweifel an Ihrer Fähigkeit, eine wirksame Patientenverfügung erstellt zu haben, zu zerstreuen.

Die Patientenverfügung vor einem Notar zu erstellen oder notariell beglaubigen zu lassen ist ebenfalls rechtlich nicht notwendig. Sie ist grundsätzlich ohne Einschränkung bereits ohne Beteiligung eines Notars rechtlich gültig. Denn der Gesetzgeber wollte keine hohen formalen Hürden aufstellen. Sie können Ihre Patientenverfügung daher rechtlich verbindlich grundsätzlich ohne Notar verfassen und sich die Notarkosten sparen (weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Rahmen der Vorsorgevollmacht).

Wieso kein Patientenverfügung Formular bzw. Vordruck zum Ankreuzen auf Papier?

Patientenverfügung: Formular, Vordruck, Vorlage oder Muster sind leider meistens von zweifelhafter Qualität und daher im Ernstfall unwirksam! Wieso? Pauschal vorformulierte Formulare zum Ankreuzen, Vordrucke, Vorlagen oder Muster mit Textbausteinen finden wenig Akzeptanz und Beachtung im Ernstfall, gerade wenn es um wichtige Entscheidungen geht - in einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofs wurde gerade wieder vom BGH ein pauschal formulierter Vordruck für unwirksam erklärt, der zehntausendfach in Umlauf ist. Lassen Sie Ihre Patientenverfügung von uns unverbindlich überprüfen. In falscher Sicherheit wiegen Sie sich als Laie sogar bei allgemein formulierten Schriftstücken vom Anwalt oder Notar. Hiervor warnen nicht nur wir, sondern auch wissenschaftliche Veröffentlichungen (z.B. Ärzte und Experten im Ärzteblatt), medizinische Experten sowie Verbände (z.B. der HVD). Auch die Bundesärztekammer bietet kein Formular an. Da wird man als Laie natürlich erstmal stutzig und kann dies nur schwer verstehen.

Das Problematische an dieser Art von Dokumenten ist deren mangelnde Aussagekraft und der darüber hinaus mögliche leichtfertige und oberflächliche Umgang mit dem sehr ernsten und weitreichenden Thema Patientenverfügung. Dabei ist eine eingehende Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig. Bei einem Formular ist es fraglich, ob Sie sich tatsächlich auch wirklich mit der getroffenen Regel auseinandergesetzt haben und nicht einfach leichtfertig etwas angekreuzt wurde. Gerade Ärzte verweigern dann die Befolgung der in der Patientenverfügung niedergelegten Behandlungswünsche und medizinische Maßnahmen! Zudem ist für Menschen, die später behilflich sein sollen bei einem lediglich angekreuzten Text der Sinn und Zweck der getroffenen Regelung nicht ersichtlich. Problematisch sind bei fertigen Formularen zudem meist auch ein pauschaler Text und unklare Formulierungen. Dies gilt übrigens nicht nur für Formulare, Vorlagen oder Muster, sondern natürlich auch, wenn Sie das Dokument allein oder mit Hilfe von Textbausteinen selbst schreiben. Hier darf man sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Gerade Laien sind die gefährlichen Auswirkungen überhaupt nicht bewusst. Einen Erfahrungsbericht von solch einer Situation mit einer schlechten Patientenverfügung haben wir einmal zur Verfügung gestellt.

Um Ihnen zu helfen, müssen Ärzte und Vertreter wissen, was Sie wollen und sich in Sie hineinversetzen können. Wenn nicht klar ist, weshalb Sie eine bestimmte Maßnahme befürworten oder ablehnen, können Vertreter und Ärzte nicht richtig für Sie handeln. Ärzte und Vertreter greifen dann meist auf die eigenen Vorstellungen zurück. Denn sie möchten schließlich nur das Beste für Sie. Das muss dann aber nicht das sein, was Sie sich auch vorgestellt haben. Hier kann es zum Streit kommen. Es ist daher wichtig, Ärzten und Vertretern Gründe für die eigene Entscheidung mit an die Hand zu geben. Auf diese Weise schaffen Sie mit Ihrer Patientenverfügung einen wichtigen Orientierungspunkt, der Ärzten und Vertretern Halt und Sicherheit bei der Umsetzung Ihres Willens bietet. Lassen Sie daher die Finger von einfachen Vordrucken, Mustern, Formularen oder pauschalen Textbausteinen. Sonst werden Sie im Ernstfall wie jemand ohne Patientenverfügung behandelt.

Ausführliche und maßgeschneiderte qualifizierte Patientenverfügungen wie bei PatientenverfügungPlus dagegen legen die persönlichen Vorstellungen und Hintergründe dar und sind deshalb für Ärzte und Angehörige plausibel nachvollziehbar und gut verständlich. Daher wird Ihnen auch die notwendige Ernsthaftigkeit beigemessen. Sorgen Sie daher richtig vor: einfach online Fragen ausfüllen, Dokument kaufen, PDF Download starten und kostenlos ausdrucken und unterschreiben. In nur ca. 60 Minuten haben Sie Ihre Vorsorgedokumente online ausgefüllt.

Ihre Vorteile mit PatientenverfügungPlus

  • Komplett: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung
  • Geprüft: Anwaltlich geprüft und mit Ärzten für den Ernstfall abgestimmt
  • Individuell: Auf Ihre individuellen Vorstellungen angepasst - ohne Notar sofort wirksam
  • Aktuell: BGH Urteil von 2016 enthalten & Erinnerungsalarm für Aktualisierungen
  • Flexibel: Dokumente auch nach Erstellung änderbar und aktualisierbar
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Aktuelle rechtliche Voraussetzungen ab 2016

Hier erläutern wir die aktuellen rechtlichen Voraussetzungen zur Erstellung einer Patientenverfügung einschließlich der aktuellen Neuerungen aus 2016 und 2017.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem am 9. August 2016 veröffentlichten Fall einen pauschalen Vordruck für unwirksam erklärt. Das Gericht hat entschieden, dass eine pauschale Formulierung, auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichten zu wollen, unwirksam ist. Dies ist nicht bestimmt genug. Wirksam sind nach Ansicht des BGH Festlegungen nur dann, wenn einzelne ärztliche Maßnahmen konkret genannt oder Krankheiten und Behandlungssituationen eindeutig dargelegt sind. Der BGH-Fall bedeutet, dass hunderttausende Patientenverfügungen überprüft werden müssen – am besten unter Hinzuziehung eines Spezialisten. Lassen Sie Ihre Dokumente von uns unverbindlich überprüfen.

Eine Patientenverfügung zu erstellen ist sonst wirklich sehr einfach, denn die rechtlichen Grundlagen in Deutschland sind niedrig. Sie müssen grundsätzlich volljährig sein. Damit können bereits junge Menschen vorsorgen, man ist ab diesem Alter daher nicht zu jung für seine eigene Vorsorge. Da man mindestens 18 Jahre alt sein muss, können Kinder und Jugendliche allerdings keine eigene Patientenverfügung erstellen.

Zudem müssen Sie einwilligungsfähig sein; also die Fähigkeit besitzen, Art, Bedeutung, Tragweite und Risiken einer medizinischen Maßnahme zu erfassen und daraus Ihren Willen bilden können. Probleme hierbei können bei geistigen Beeinträchtigungen aufgrund von Krankheit oder Alter auftreten, wenn z.B. einfache Dinge nicht mehr verstanden werden.

Als weitere Voraussetzung müssen Sie Ihre Patientenverfügung schriftlich abfassen und handschriftlich unterschreiben. Vergessen Sie dabei Ort und Datum nicht, damit erkennbar ist, wann Sie die Verfügung erstellt haben. Ob das Dokument mit der Hand geschrieben oder am Computer ausgedruckt wird, spielt keine Rolle. Es ist grundsätzlich auch nicht erforderlich, einen Notar mit der Beglaubigung zu beauftragen (dies ist eine weit verbreitete Fehlvorstellung). Mündliche Patientenverfügungen akzeptiert das Gesetz dagegen nicht.

Das Erstellen einer Patientenverfügung ist keine Pflicht und Sie können dazu auch nicht gezwungen werden. Ob Sie eine Verfügung erstellen liegt in Ihrer freien Entscheidung. Aus diesem Grund steht im Gesetz, dass die Errichtung oder die Vorlage einer Patientenverfügung nicht zur Bedingung eines Vertragsschlusses (z.B. für eine Versicherung oder der Pflege im Rahmen eines Pflegeheimvertrags) gemacht werden darf. Aber natürlich sollten Sie aus freien Stücken und aus eigenem Interesse entsprechend handeln.

Zur Vermeidung von Unklarheiten soll die Patientenverfügung so genannt werden, wie sie rechtlich bezeichnet wird. Vermieden werden sollten daher unbedingt rechtlich nicht gebräuchliche Bezeichnungen wie Patiententestament oder Patientenbrief. Besondere Bezeichnungen wie z.B. eine christliche Patientenverfügung haben keine Bedeutung, denn die Dokumente müssen die gesetzlichen Vorgaben einheitlich einhalten.

Die Patientenverfügung richtet sich an den Arzt, damit dieser Ihre Wünsche bei seiner Behandlung berücksichtigen kann. Daher nehmen Sie mit einer Verfügung Ihr Selbstbestimmungsrecht wahr. Sie richtet sich rechtlich betrachtet allerdings an Ihren Vertreter (durch Vollmacht bestimmt: Bevollmächtigter, von Gericht benannt: Betreuer). Denn dieser handelt für Sie in Situationen, in denen Sie selbst nicht mehr handeln können. Ihr Vertreter hat daher Ihren Willen umzusetzen. Er wird deshalb auch den Inhalt Ihrer Patientenverfügung gegenüber dem Arzt durchsetzen.

Was ist neu in 2017?

Ähnlich wie im Jahre 2016 mit dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Patientenverfügung, wird es auch 2017 voraussichtlich eine neue gesetzliche Regelung im Zusammenhang mit den Vorsorgedokumenten geben. Deshalb seien Sie darauf bedacht, Ihre Unterlagen jährlich auf ihre Aktualität zu überprüfen. Das geht natürlich am besten mit unseren Online Dokumenten, die sie im Gegensatz zu Papierformularen ganz leicht anpassen können. Falls Sie entdecken sollten, dass Anpassungen erforderlich werden, müssen Sie nur mit ein paar Klicks die Änderungen bei einzelnen Fragen vornehmen und die Dokumente anschließend einfach nur neu unterzeichnen. Jetzt wenden wir uns der Frage zu, welche rechtlichen Neuerungen uns 2017 erwarten?

Die Rechtslage rund um die Patientenverfügung bleibt eher ruhig. Veränderungen deuten sich dagegen bei der Vorsorgevollmacht an. Der Gesetzgeber überlegt, hier eine neue gesetzliche Regelung einzuführen. Die Neuerungen sollen sich hierbei auf Personen beziehen, die verheiratet sind oder in einer eingetragenen Partnerschaft leben. Es ist vorgesehen, dass man für einen begrenzten, kurzen Zeitraum für seinen Partner künftig über medizinische Behandlungen entscheiden darf, wenn dieser dazu nicht mehr in der Lage ist. Bislang ist hierfür immer eine Bevollmächtigung in der Vorsorgevollmacht notwendig.

Diese Überlegungen zur geplanten neuen gesetzlichen Regelung bedeuten im Gegensatz zum Urteil des BGH jedoch nicht, dass Sie Ihre bisherigen Vorsorgedokumente neu aufsetzen und damit neu unterzeichnen müssen. Wenn Sie bereits wirksame Unterlagen besitzen, bleibt alles beim Alten. Die vorgesehenen Neuerungen gelten lediglich für Personen, die bisher keine Vorsorgeunterlagen besaßen.

Aber aufgepasst: Durch die geplante neue Rechtslage soll die Vorsorgevollmacht keineswegs überflüssig gemacht werden. Denn die Vorsorgevollmacht bezieht sich auf alle Lebensbereiche und besitzt zeitlich keine Begrenzung. Im Gegensatz dazu umfasst die neue gesetzliche Regelung lediglich einen zeitlich und sachlich eng begrenzten Bereich. Die angedachten Neuerungen sollen lediglich eine Notlösung für Personen ohne Vorsorgevollmacht in den ersten Tagen darstellen. Nach Ablauf dieser wenigen Tage ist weiterhin eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht erforderlich.

Fazit: Eine Vorsorgevollmacht mitsamt einer Patientenverfügung und einer Betreuungsverfügung sind nach wie vor auch 2017 die drei essentiellen Bestandteile der Vorsorge. Daran ändern auch die inzwischen jährlich angedachten Neuerungen der Rechtslage nichts.

 


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Aktuelle rechtliche Voraussetzungen ab 2016

Ärztliche Beratung

Eine Beratung durch einen Arzt ist rechtlich zwar nicht erforderlich, aber durchaus empfehlenswert. Eine Beratung durch den Hausarzt kann nützlich sein, um die Regelungen der Patientenverfügung von einem Arzt erklärt und deren Auswirkungen verstanden zu haben. Sinnvoll ist eine ärztliche Beratung sicher, wenn es bereits eine Vorerkrankung gibt und weitere Behandlungssituationen konkret geregelt werden sollten. Wenn Sie sich zum Thema beraten lassen haben (z.B. Hausarzt oder Rechtsanwalt), ist es eine gute Idee, diese Beratung auch durch Unterschrift der Berater im Dokument zu dokumentieren. Dies untermauert die Ernsthaftigkeit Ihrer Ausführungen.

Aktualisierung und Gültigkeit

Sehen Sie die Patientenverfügung als „lebendes“ Dokument, das sich an Ihrer aktuellen Lebenssituation orientiert und entsprechend regelmäßig erneuert werden muss. Es ist ihr treuer Begleiter im Hintergrund und dient Ihrem Schutz. Einmal abschließen und dann getrost vergessen ist hier nicht die richtige Strategie! Es ist daher ratsam, den Willen regelmäßig zu erneuern bzw. durch Unterschrift und aktuelles Datum unter das bestehende Dokument diese Fassung aktuell zu halten und somit zu bestätigen.

Viele fragen sich, wie lange eine Patientenverfügung insgesamt gültig ist. Für eine einmal wirksam erstellte Verfügung gibt es kein festes Ablaufdatum. Eine fester Gültigkeitszeitraum besteht daher nicht. Entscheidend ist vielmehr die Übereinstimmung des Geschriebenen mit der aktuellen Lebenssituation. Es wird daher immer bei Heranziehung der Regelungen der Patientenverfügung geprüft, ob die aufgeschriebenen Festlegungen sich noch mit den aktuellen Anschauungen des Betroffenen decken. Besteht hier keine Übereinstimmung, gilt die Verfügung nicht! Das kann beispielsweise bei alten Dokumenten angenommen werden. Daher wird z.B. ein vor 20 Jahren erstelltes und nicht aktualisiertes Vorsorgedokument schlechte Karten haben, beachtet zu werden.

Vor diesem Hintergrund ist es sehr wichtig, die Dokumente aktuell zu halten. Eine aktuelle Patientenverfügung wird sowohl Ärzte als auch Angehörige überzeugen. Das gilt insbesondere vor einer Operation (z.B. Herzschrittmacher) oder sonstigen wichtigen Behandlung. Zudem ändern sich nicht nur die medizinischen Möglichkeiten, sondern gleichfalls auch die eigenen Vorstellungen mit der Zeit. Diese Veränderung sollte sich mit Ihrer Patientenverfügung decken. Einen starren zeitlichen Rahmen für eine Aktualisierung gibt es in Deutschland dabei nicht. Sinnvoll ist eine Aktualisierung nach Ablauf von ca. zwei oder drei Jahren (nach 2015 also wieder 2017), bei wichtigen Veränderungen der eigenen Lebenssituation (z.B. Geburt von Kindern, Änderung der eigenen Anschauung), eintretenden oder vorhandenen Krankheiten (z.B. Schlaganfall, Krebs) bzw. nach Unfällen (z.B. Querschnittslähmung).

Nehmen Sie sich daher Ihre Unterlagen regelmäßig zur Hand. Haben sich Ihre Vorstellungen nicht geändert, unterschreiben Sie sie einfach nochmal mit aktuellem Datum. Daraus ergibt sich dann Ihre Bestätigung. Wollen Sie Änderungen vornehmen, ändern Sie die in Frage kommenden Punkte entsprechend. Bei einem Vordruck müssen Sie alles komplett nochmal ausgefüllen. Bei PatientenverfügungPlus ist die Anpassung der Fragen aufgrund unserer online verfügbaren Fragen dagegen sehr einfach. Denn Sie müssen online nur die zu ändernde Frage auswählen. Ihre Dokumente werden dann ganz einfach und ohne Aufwand automatisch aktualisiert. 

Änderung und Widerruf jederzeit möglich

Die Patientenverfügung können Sie jederzeit ändern oder widerrufen. Dafür genügt sogar eine mündliche oder rein tatsächliche Äußerung (z.B. ein Kopfschütteln, wenn man sehr schwach ist). Zu Nachweiszwecken ändern Sie sie am besten schriftlich. Für den Widerruf ganzer Dokumente einfach die alten Unterlagen zurücknehmen bzw. vernichten. Damit vermeiden Sie widersprüchliche Dokumente und Unklarheiten. Kleine Änderungen und Ergänzungen können Sie in Ihre bestehende Verfügung einarbeiten und mit Datum und Unterschrift versehen, bei umfangreicheren Änderungen verfassen Sie ein neues Dokument. Übrigens: Bei PatientenverfügungPlus können Sie Ihre einmal erstellten Dokumente jederzeit ganz einfach und übersichtlich online ändern, ausdrucken und unterschreiben.

Zudem ist es unbegründet zu befürchten, dass Sie sich mit einer einmal erstellten Patientenverfügung selbst an die getroffenen schriftlichen Ausführungen für die Zukunft binden. Das ist nicht der Fall. Denn solange Sie Ihren Willen äußern können, muss auf die Verfügung nicht zurückgegriffen werden. Selbst wenn Sie eine bestimmte Behandlung schriftlich darin ausgeschlossen haben, heißt das nicht, dass diese Behandlung für Sie ausgeschlossen ist. Sie können hierin jederzeit problemlos einwilligen. Denn die Patientenverfügung gilt erst, wenn Sie sich nicht mehr äußern können. Und solange Sie sich äußern können, können Sie Ihre Unterlagen entsprechend Ihren Vorstellungen anpassen.
 


Tipp: Erstellen Sie nur eine Patientenverfügung, die mit allen anderen Vorsorgedokumenten abgestimmt ist. Nur aufeinander abgestimmte Dokumente sind sinnvoll. Vermeiden Sie die Fehler der andern, die die Lücken und Fehler der selbst zusammengesuchten Dokumente dieses komplexen Themas erst dann bemerken, wenn es zu spät ist und kein Geld der Welt die Situation mehr ändern kann. Mit der Einschaltung von Rechtsanwälten wird es dann erst richtig teuer und kompliziert. Den Satz "Hätte ich das doch nur bloß früher gewußt..." können Sie sich sparen. Einfach mit Unterstützung des Testsiegers jetzt sicher Ihre Patientenverfügung erstellen.


Verbindlichkeit der Patientenverfügung

Die Patientenverfügung ist 2009 in § 1901a BGB gesetzlich verbindlich geregelt worden. Damit ist die Verbindlichkeit des Patientenwillens per Gesetz festgeschrieben worden. Was Sie in Ihrer Patientenverfügung festlegen, gilt daher verbindlich (z.B. für Ehepartner oder Lebenspartner, Angehörige, Ärzte sowie Behörden). Auch für den Notarzt gilt das Vorsorgedokument verbindlich (lesen Sie zur Behandlung im Notfall den gesonderten Abschnitt auf dieser Seite).

Die Verbindlichkeit kennt aber auch natürliche Grenzen. Einerseits sind unwirksame, unklare oder unbestimmte Formulierungen nicht verbindlich (z.B. „Ich möchte nicht an Schläuchen hängen“). Anderseits gilt eine Patientenverfügung nicht, wenn es ernste Anzeichen dafür gibt, dass der darin erklärte Wille nicht mehr der aktuellen Lebenssituation entspricht. Hierfür werden natürlich gewichtige Gründe benötigt und eine Gefühls- oder Gewissensentscheidung des Vertreters reicht dazu selbstverständlich nicht aus.

Aufbewahrung und Hinterlegung

Ihre Patientenverfügung nutzt Ihnen nur, wenn sie im Ernstfall auch eingesetzt wird. Die richtige Aufbewahrung und Hinterlegung ist daher sehr wichtig. Bei PatientenverfügungPlus erhalten Sie einen Notfallausweis für den Geldbeutel und die Gesundheitskarte. Damit sind Ihre Vorsorgedokumente sicher online und im Original hinterlegt und jederzeit abrufbar. Bewahren Sie Ihre Patientenverfügung auch ruhig zusätzlich in einem eigenen Hefter oder Ordner bei Ihren wichtigen Unterlagen auf. Informieren Sie zusätzlich auch Ihre Angehörigen und Vertrauenspersonen über den genauen Aufbewahrungsort bzw. hinterlegen Sie sie auch dort. So stellen Sie sicher, dass sie zusätzlich zum Notfallausweis schnell gefunden wird. Denn Ihre Angehörigen sind immer für Sie da. Schließlich sollten Sie auch Ihren Arzt vor einer Behandlung über das Vorliegen einer Patientenverfügung informieren und können ihm ggfs. eine Kopie für die Akte sicherheitshalber aushändigen. Am einfachsten ist für alle Beteiligten natürlich der Abruf über unseren Notfallausweis und das online verfügbare zentrale Vorsorgeregister.

Patientenverfügung vorher durchdenken

Mit einer guten Patientenverfügung können Sie gerade bei einer Langzeitbehandlung oder während einer Langzeitpflege großen Einfluss auf Ihre Lebensqualität über viele Jahre nehmen. Vermeiden Sie daher unbedachte Ansichten zu medizinischen Behandlungen. Welche Entscheidungen Sie treffen, bleibt Ihnen überlassen, wir geben Ihnen hier für zwei Szenarien Tipps, wenn Sie sich beim Ausfüllen unsicher sind.

Als gesunder Mensch: Ohne Vorerkrankungen soll die Patientenverfügung die eigenen Grundvorstellungen beinhalten, damit die Angehörigen richtig handeln können.  

Mit schwerer Krankheit: Menschen mit einer schweren Krankheit können dagegen sehr konkretere Ausführungen zu der gewünschten bzw. nicht gewünschten Behandlung machen.

Die Vorstellungen verändern sich im Laufe der Zeit. Denken Sie daran, dass sich Ihre eigenen Vorstellungen doch verändern können, wenn eine schwere Krankheit oder Schicksalsschläge auftreten. Versuchen Sie sich vorzustellen, welche positiven Seiten trotzdem bestehen. Denn durch immer bessere medizinische Behandlungsmethoden vergrößern sich die Hilfsmöglichkeiten fortwährend. Ist es wichtig, trotz einer schweren Erkrankung über einen längeren Zeitraum - mit Hilfe von Medikamenten schmerzfrei - zu leben und Zeit zum Abschied zu haben? Ist das Leben im Rollstuhl wirklich nicht vorstellbar? Gerade für Menschen mit dem Wunsch einer christlichen Patientenverfügung sollten ihre religiösen Überzeugungen einfließen lassen.

Notfall und Notarzt

Auch wenn für den Notarzt Ihre Patientenverfügung im Notfall ebenfalls verbindlich ist, wird er sie meistens nicht berücksichtigen (können). Denn in der akuten Notfallsituation steht die Rettung des Patienten im Vordergrund. Zeit für das Suchen, Durchlesen und Prüfen der Patientenverfügung ist in solch einer Situation nicht gegeben. Der Notarzt kennt Sie in der Regel nicht und sein Einsatz erfordert sofortiges Handeln ohne Zeitverlust. In den wenigsten Fällen wird es möglich sein, Ihre Vorstellungen dem Notarzt zu erläutern. Ihre Vorsorgeunterlagen werden natürlich Gegenstand bei der weiteren Behandlung im Krankenhaus. Dann ist ausreichend Zeit. Im Krankenhaus wird daher auch im Notfall Ihr Wille beachtet.

Grenzen der Geltung

Die Patientenverfügung ist Ausdruck Ihres Behandlungswunsches. Eine bestimmte Behandlung kann jedoch nicht erzwungen werden. Der Arzt entscheidet, ob eine bestimmte Maßnahme in Ihrer konkreten Situation angebracht ist. Es ist daher nicht möglich, durch die Verfügung eine bestimmte Behandlung zu erzwingen, die nicht erforderlich oder möglich ist.

In anderen Sprachen: Patientenverfügung in Englisch oder Türkisch

Personen, die kein Deutsch verstehen, können ebenfalls Vorsorgedokumente erstellen. Dabei sollte man mit professioneller oder familiärer Unterstützung die deutschen Dokumente in die andere Sprache übersetzen (z.B. Englisch, Türkisch oder anderen Sprachen). Damit der gewünschte Nutzen jedoch in Deutschland bei den Adressaten der Patientenverfügung universell sichergestellt ist, sollten die Dokumente immer auf Deutsch vorhanden sein, damit die Regelungen auch ohne Probleme umgesetzt werden können. Die Übersetzung sollte daher lediglich zum Zwecke des Verständnisses der Person in der Muttersprache (z.B. Englisch oder Türkisch) dienen.


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Passive Sterbehilfe und Patientenverfügung

In Deutschland ist die aktive Sterbehilfe nicht erlaubt. Maßnahmen der Palliativmedizin, die mit einer Verkürzung des Lebens einhergehen, sind jedoch erlaubt, wenn sie mit dem Einverständnis des Betroffenen erfolgen. Hierunter fallen als Form der passiven Sterbehilfe z.B. die Einstellung lebensverlängernder Maßnahmen. Der Betroffene stirbt in diesem Fall einen natürlichen Tod. Solche Behandlungswünsche werden mit einer Patientenverfügung geregelt, damit handelt es sich um Aspekte der passiven Sterbehilfe.

Unterschied zwischen Patientenverfügung und Testament

Es handelt sich hierbei um zwei vollkommen verschiedene Dokumente. Die Verfügung regelt, welche ärztlichen Behandlungen zu Lebzeiten gewünscht oder unerwünscht sind, wenn man es selbst nicht mehr sagen kann. Dagegen regelt das Testament, wie der Nachlass nach dem Tod an die Erben verteilt werden soll. Beide Dokumente werden daher unbedingt und unabhängig voneinander benötigt. Hat man ein Testament, kann man daher nicht auf eine Verfügung verzichten und diese ersetzt andererseits kein Testament.

Was muss ich zum Elternunterhalt wissen?

Wenn die Eltern gepflegt werden müssen und die Kosten dazu das Vermögen der Eltern übersteigen, haben die Kinder Elternunterhalt zu zahlen. In einem Elterngespräch übers Älterwerden könnte man solch ein Thema in der Familie ansprechen.

Was passiert mit meinen Kindern?

Damit die Kinder auch ohne Eltern gut aufwachsen können, sollten die Eltern mit einer Sorgerechtsverfügung für das Wohl des Kindes sorgen. Dann wird eine ausgewählte Vertrauensperson in die Lage versetzt, sich um die Kinder zu kümmern und die Erziehung der Eltern fortzusetzen. 

Weitere Informationen online

Wie Sie Ihre Vorsorgedokumente bei PatientenverfügungPlus einfach und sicher online ausfüllen können, finden Sie auf der Seite So wird's gemacht erklärt.

Unser Ratgeber hilft, Irrtümer bei Ihren Vorsorgedokumenten zu vermeiden. Nehmen Sie bei Fragen zu PatientenverfügungPlus gern Kontakt mit uns auf.

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