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Testament und Vorsorgevollmacht im Überblick

Das Testament ist eine Willenserklärung über das Vermögen und was damit nach dem Tod geschehen soll. Hat man kein Testament verfasst, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft.

Unterschied zwischen Testament und Vorsorgevollmacht

Während die drei Vorsorgedokumente Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht sowie Betreuungsverfügung zu Lebzeiten ihre Wirkung entfalten, handelt es sich beim Testament um eine Verfügung, die erst mit dem Tod wirksam wird. Deshalb ist das Testament auch völlig unabhängig von den drei Vorsorgedokumenten. Wenn es ein Testament gibt, kann man daher nicht auf Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht & Co verzichten. Genauso wie die Vorsorgedokumente kein Testament ersetzen.

Wieso ein Testament verfassen?

Möchte man sein Vermögen nach dem Tod anders verteilt sehen als dies die gesetzliche Erbfolge vorsieht, so muss man ein Testament verfassen.

Ohne Testament schreibt das Gesetz vor, dass das Vermögen des Verstorbenen dem Ehepartner sowie den nächsten Verwandten zufällt. Dabei entscheidet der Verwandtschaftsgrad, ob und wie jemand erbberechtigt ist. Das Gesetz entscheidet dies, indem es die Verwandten in eine Erbordnung einteilt. Hat der Verstorbene zum Beispiel Kinder und einen Ehepartner, so erhalten diese beiden Parteien das gesamte Vermögen. Die entfernteren Verwandten gehen leer aus. Gibt es hingegen keine Kinder, so treten die Eltern und Geschwister des Erblassers als Erben zweiter Ordnung an deren Stelle. Dieses Vorgehen setzt sich fort bis zu den Verwandten fünfter Ordnung. Sollte es auch diese nicht geben und der Erblasser war unverheiratet, so fällt ohne Testament das ganze Vermögen dem Staat, also dem Fiskus, zu.

Es kann verschiedene Gründe geben, wieso man sein Vermögen anderen Personen überlassen möchte als dies das Gesetz vorsieht. Ein wichtiger Grund könnte sein, dass man in einer Beziehung ohne Trauschein lebt. Dem Partner fiele dem Gesetz nach in dem Fall nichts zu. Weiterhin kann es sein, dass man neben den nächsten Verwandten auch anderen Menschen oder Organisation einen Teil seines Vermögens überlassen möchte. Dabei muss der Erblasser bei der Errichtung des Testaments jedoch beachten, dass ein Pflichtteil am Nachlass dem Ehepartner sowie den nächsten Verwandten gesetzlich zusteht.

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Berliner Testament, Notar und Muster 2017 - nicht in die Falle tappen

Um ein Testament 2017 wirksam errichten zu können, muss man testierfähig sein. Testierfähig ist man mit Vollendung des 16. Lebensjahres, sofern man nicht „wegen krankhafter Störung der Geistestätigkeit, wegen Geistesschwäche oder wegen Bewusstseinsstörung nicht in der Lage ist, die Bedeutung einer von ihm abgegebenen Willenserklärung einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln“. Könnten im Nachhinein Zweifel an der Testierfähigkeit des Verfassers zum Zeitpunkt der Errichtung des Testaments bestehen, so ist es sinnvoll sich die Testierfähigkeit z.B. von einem Arzt bestätigen zu lassen.

Testament selbst oder mit Notar verfassen

Es bestehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Errichtung eines Testaments, wovon zwei die gebräuchlichsten sind: Das eigenhändige Testament und das öffentliche Testament.

Das eigenhändige Testament muss eigenhändig handschriftlich geschrieben werden und unterschrieben sein. Dies ist notwendig, damit später aufgrund der Handschrift eindeutig zu erkennen ist, dass es tatsächlich vom Erblasser stammt. Ein PDF-Formular oder pauschaler Vordruck zum Ausfüllen sind nicht erlaubt. Das eigenhändige Testament sollte ebenfalls Ort und Zeit der Errichtung enthalten. Eine Überschrift („Testament“) ist zwar nicht notwendig, aber dennoch ratsam.

Die Errichtung eines öffentlichen Testaments dagegen erfolgt in der Weise, dass der Erblasser einem Notar seinen letzten Willen erklärt und dieser das Dokument verfasst. Man kann aber auch dem Notar ein fertiges Schriftstück mit der Erklärung übergeben, dieses enthalte den letzten Willen. In diesem Fall ist es unerheblich, ob es sich um ein offenes oder verschlossenes Schreiben handelt, da der Notar keine Kenntnis vom Inhalt haben muss. Des Weiteren muss in einem solchen Fall der Text nicht handschriftlich verfasst sein.

Aufgrund der eben beschriebenen festen Formvoraussetzungen darf nicht abgewichen werden. Die Errichtung des Testaments am Computer per Vordruck, Muster PDF oder Vorlage vom Notar oder der Ärztekammer ist ungültig. Die o.g. Form muss zwingend eingehalten werden. Wenn das Testament ungültig ist, greift die gesetzliche Erbfolge. Dies kann oft nachteilhaft sein.

Ehegattentestament: Vorlage Berliner Testament

Ehepaare haben die Möglichkeit, ein gemeinsames Ehegattentestament zu errichten. Die häufigste Variante mit vielen Vorlagen und Mustern des Notars ist die des sog. Berliner Testaments. Dabei ist es ausreichend, dass ein Ehepartner das Testament handschriftlich verfasst und der andere es nur unterschreibt. Bei einem Ehegattentestament sind die dort enthaltenen wechselbezüglichen Verfügungen nach dem Tod eines Ehepartners für den anderen bindend. Dieser kann die in einem solchen Testament festgelegten Bestimmungen nicht mehr ändern. Der Überlebende kann zwar zu Lebzeiten über das Vermögen frei bestimmen, aber die ehemals mit seinem Ehepartner getroffene Festlegungen für die Verteilung des nach seinem Tod verbliebenen Vermögens sind für ihn bindend. Wichtig bei der Erstellung eines Berliner Testaments ist es, die steuerliche Auswirkung zu beachten. Nicht immer ist diese Form für Ehegatten sinnvoll.

Hinterlegung und Widerruf des Testaments

Ein Testament können Sie 2017 am einfachsten und üblichsten zu Hause aufbewahren. Am besten so, dass es ohne Probleme gefunden werden kann. Daher am besten in einem Ordner, aber nicht im abgeschlossenen Safe verwahren - denn dort wird es im Zweifel nicht gefunden.

Eine Hinterlegung bei einer öffentlichen Stelle ist zudem möglich, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, dass das Testament im Todesfall gefunden wird. Diese Art der Hinterlegung ist aber nicht erforderlich. Bei einem öffentlichen Testament wird dieses vom Notar in die amtliche Verwahrung des Nachlassgerichts gegeben. Man hat auch bei einem privat verfassten eigenhändigen Testament die Möglichkeit, dieses beim Nachlassgericht zu hinterlegen. Es kann dann entsprechend im Testamentsregister registriert werden. Hat man das Testament hingegen nicht amtlich verwahrt, so muss laut Gesetz jeder der es nach dem Tod des Verfassers findet, es beim Nachlassgericht abliefern. Dies werden in der Regel die Angehörigen tun.

Der Widerruf eines Testaments kann auf mehrere Weisen geschehen. Man kann das alte Testament vernichten oder es in einem neuen Testament ausdrücklich widerrufen. Auch dies muss handschriftlich geschehen und ein Vordruck oder PDF-Formular ist nicht ausreichend. Ein öffentliches Testament wird dadurch widerrufen, dass man es aus der amtlichen Verwahrung zurücknimmt. Weiterhin kann man ein neues Testament verfassen, ohne dabei aber ausdrücklich das alte zu widerrufen. Doch Vorsicht: Es werden nur die Passagen des alten Testaments widerrufen, die mit dem neuverfassten Dokument in Widerspruch stehen. Sämtliche Bestandteile, die dem neuen Testament nicht widersprechen, gelten weiterhin. Ein gemeinsam mit dem Ehepartner verfasstes Ehegattentestament (z.B. in der Form des Berliner Testament), lässt sich nur bis zum Tod des Ehepartners widerrufen. Die wechselbezüglichen Bestimmungen lassen sich bis dahin nur von den beiden Verfassern gemeinsam widerrufen. Will nur einer der beiden widerrufen, so bedarf es hierzu einer notariellen Beurkundung. In allen geschilderten Fällen muss, wie es schon bei der Errichtung eines Testaments der Fall ist, der Erblasser testierfähig sein.

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