Erfahrungen: brauche ich wirklich eine gute Patientenverfügung?

Lesen Sie hier den Erfahrungsbericht, wie es regelmäßig in Deutschland zugeht, wenn eine unwirksame Patientenverfügung vorliegt.

Mamas Erfahrungen mit ihrer Patientenverfügung

Unserer Mutter war unwohl, weshalb sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Was wir nicht zu ahnen gewagt hatten war, dass das Krankenhaus plötzlich das Gegenteil von dem machte, was sie wollte. Die zu knapp geschriebene Patientenverfügung war schuld! An so etwas denkt man als normaler Mensch doch gar nicht! Damit das niemand anderem geschieht, möchten wir hier zeigen, wie man es richtig macht.

Als Frau im besten Alter ging sie mit Schmerzen in der Magengegend ins Krankenhaus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Im Krankenhaus war sie vorher nur zu Besuch, aber da die Schmerzen schon ein paar Tage anhielten, war der Weg dorthin unumgänglich. Nach der Aufnahme ins Krankenhaus beim Warten auf Untersuchungen verlor Sie plötzlich das Bewusstsein und ihr Herz hörte auf zu schlagen. Wahrscheinlich mindestens 20 Minuten dauerte der Herzstillstand, bis die Ärzte sie entdeckten. Dabei treten schwerste Hirnschädigungen bereits nach 5 Minuten Sauerstoffmangel auf!

Beim Packen des Köfferchens fürs Krankenhaus hatte sie in weiser Voraussicht neben Schlafanzug und Zahnbürste auch ihre knappe Patientenverfügung mit eingepackt. Sehr vorbildlich eigentlich, wie Mama halt eben so ist. Die Verfügung war kurz gehalten, ungefähr eine Seite. In der Patientenverfügung hatte sie sogar geschrieben, dass sie keine lebenserhaltenden Maßnahmen möchte. Tatsächlich wurde sie im Krankenhaus wiederbelebt und anschließend an die Beatmungsgeräte zur künstlichen Beatmung angeschlossen. Als wir unter Hinweis auf die Patientenverfügung protestierten, ignorierte man uns. Als wären wir als Angehörige unbeteiligt! Erst auf schriftliche Beschwerde hin meinte das Krankenhaus, dass die Ärzte wegen der kurzen und knappen Patientenverfügung, die sie sich irgendwoher besorgt hatte, bei der Behandlung unsicher waren. Hätte sie doch bloß vorher eine ordentliche Patientenverfügung gemacht. Eigentlich hat sie bei wichtigen Dingen immer auf Qualität geachtet und nicht am falschen Ende gespart. Hätte sie das vorher richtig gemacht, dann wäre das alles nicht passiert! Mal ganz zu Schweigen von den Nerven, die das gekostet hat. Von den Kosten für den Rechtsanwalt in dem Streit mit dem Krankenhaus wollen wir erst gar nicht reden...

Unserer Mutter ging es nicht gut. Uns Kindern und unserem Vater ging es auch sehr schlecht, wir haben nur geweint und konnten schlecht schlafen und kaum essen, alles war bleiern. Unsere Mutter lag im Koma und hatte schwere Hirnschäden erlitten. Einige Tage später konnten wir sie dann doch erlösen, so wie sie es wollte. Schweren Herzens und unter unserem Wasserfall von Tränen wurden die Geräte abgeschaltet. Das war der aller schwerste Moment in unserem Leben. Wir hätten ihr diesen furchtbaren Zustand am Ende gern erspart, denn sie hatte ja klar gesagt, was sie will. Und wir wussten aus unseren gemeinsamen Gesprächen, dass das auch wirklich ihr Wille war. Nur deshalb war es uns möglich, die Entscheidung überhaupt für unsere Mutter zu treffen. Ohne ihre Orientierungshilfe der Patientenverfügung wäre dies gar nicht möglich gewesen. Aber mit ihr wußten wir wenigstens schwarz auf weiß, was ihr Wille war. Und den wollten wir ihr dann auch erfüllen, wenn er auch so unglaublich schwer war.

Das hätte nicht nur Mama vorher wissen müssen

Mit einer Patientenverfügung legt man verbindlich fest, welche medizinischen Behandlungen im Ernstfall vorgenommen oder unterlassen werden soll. Dies soll den Ärzten wie den Angehörigen Orientierung geben, wenn man selbst nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen zu äußern. Es werden daher lebenserhaltende Maßnahmen, Wiederbelebung, künstliche Ernährung, verschiedene weitere Behandlungsformen und auch die Organspende geregelt werden. In guten Patientenverfügungen wie bei PatientenverfügungPlus steht sogar noch mehr, um den Angehörigen ausreichend Hilfe an die Hand zu geben. Leider gibt es viel zu viele Menschen mit einer schlechten und daher unwirksamen Patientenverfügung – dann ist man trotz Patientenverfügung am Ende doch völlig schutzlos…

Die Patientenverfügung muss eben ausführlich und auf die möglichen Situationen konkret ausgerichtet sein, für die sie gelten soll. Nur wenn sie auf die konkrete Situation passt, können sich die Verantwortlichen (wie z.B.  Ärzte) auch an sie halten und die Regelungen befolgen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Wenn eine Patientenverfügnug zu pauschal und knapp formuliert ist, ist sie nach dem Urteil des obersten deutschen Gerichts unwirksam.

Und natürlich schafft eine veraltete Patientenverfügung Unsicherheit. Denn ist das, was vor langer Zeit mal aufgeschrieben wurde, immer noch der konkrete Wille? Daher sollte man alle zwei bis drei Jahre die Patientenverfügung aktualisieren bzw. neu unterschreiben um die Aktualität zu unterstreichen. Dabei hilft es natürlich, wenn die Patientenverfügung online erstellt wurde. So kann man alles schnell ändern und aktualisieren. Ein wichtiger Punkt ist auch die Hinterlegung. Denn die Patientenverfügung soll auch gefunden werden, wenn sie gebraucht wird. Viele Patientenverfügungen schlummern in irgendwelchen Schubladen unter altem Kram und fristen ein einsames Dasein. So können sie auch nicht gefunden werden. Hier bietet sich auch die online Hinterlegung an. Denn dann sind die Unterlagen jederzeit und überall abrufbar.

Das alles insgesamt sorgt dafür, dass die Ärzte und Verantwortlichen in einer Notsituation auch richtig entscheiden können. Keiner möchte ja haben, dass er entgegen seiner Vorstellungen behandelt wird und die Angehörigen ohnmächtig danebenstehen. Keiner möchte ja, dass plötzlich fremde Menschen ohne persönlichen Bezug zu einem die Kontrolle ausüben.

So machen Sie es besser

Fundierte Vorsorgedokumente im Komplettpaket (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung) erhält man hier bei PatientenverfügungPlus, dem zentralen Online Portal für die rechtliche Vorsorge. Kostenlos informieren, Dokumente erstellen, aktualisieren, verwalten und hinterlegen – alles aus einer Hand. Damit auch geschieht, was man wirklich möchte.

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